Jonas Vingegaard hat den Giro d'Italia gewonnen und ist jetzt einer von nur acht Fahrern, die alle drei großen Rundfahrten für sich entscheiden konnten, während Felix Gall als Zweiter das beste österreichische Ergebnis aller Zeiten einfuhr.
Stell dir vor, du gewinnst ein Radrennen, das drei Wochen lang durch ganz Italien führt – über hohe Berge, durch enge Gassen und am Ende ins historische Rom. Genau das hat Jonas Vingegaard geschafft. Der 29-jährige Däne vom Team Visma sicherte sich den Gesamtsieg beim 109. Giro d'Italia mit fast fünfeinhalb Minuten Vorsprung. Auf der letzten Etappe durch Rom gewann Jonathan Milan den Sprint, aber der große Tag gehörte Vingegaard, der sich das Rosa Trikot schon am Tag zuvor in den Dolomiten gesichert hatte.
Richtig spannend war der Kampf um Platz zwei: Felix Gall aus Osttirol, Kapitän des Decathlon-Teams, fuhr das Rennen seines Lebens. Er wurde fünfmal Etappenzweiter an Bergen und am Ende Gesamtzweiter – so gut war noch nie ein Österreicher bei einer dreiwöchigen Rundfahrt. Der bisherige Rekord stammte von Adolf Christian, der 1957 bei der Tour de France Dritter wurde. Gall hat diese fast 70 Jahre alte Bestmarke nun geknackt. Seinem Teamkollegen und Freund Gregor Mühlberger, der ihn während des Rennens unterstützt hatte, schrieb er auf Instagram: „Danke Meister!!!“
Warum ist das für dich wichtig? Weil dieser Giro zeigt, dass sich jahrelange Arbeit auszahlen kann. Vingegaard hat nach seinen Tour-de-France-Siegen 2022 und 2023 und dem Vuelta-Sieg 2025 nun auch den Giro gewonnen – ein historischer Hattrick, den vor ihm nur Legenden wie Eddy Merckx geschafft haben. Und Felix Gall beweist, dass man auch ohne den ganz großen Sieg Geschichte schreiben kann. Sein zweiter Platz ist ein Meilenstein für den österreichischen Radsport und macht Lust auf die Tour de France, die am 4. Juli startet.
