Der Osttiroler Radprofi Felix Gall hat am Sonntag in Rom Geschichte geschrieben und als erster Österreicher überhaupt den zweiten Platz bei einer großen Landesrundfahrt geholt.

Stell dir vor, du fährst drei Wochen lang quer durch Italien, über hohe Berge und durch enge Gassen – und am Ende stehst du auf dem Podest. Genau das hat Felix Gall geschafft. Der 28-Jährige wurde beim Giro d'Italia Zweiter, nur der Däne Jonas Vingegaard war schneller. Gall ist damit der erfolgreichste Österreicher, den es bei diesen riesigen Radrennen je gab.

Die wichtigste Etappe war ein echter Kracher: 245 Kilometer lang, mit 4.500 Höhenmetern – das ist, als würdest du fünfmal hintereinander von Innsbruck aufs Hafelekar radeln. Vingegaard griff kurz vor dem Ziel an und gewann die Etappe. Aber Gall blieb dran und wurde mit nur 13 Sekunden Rückstand Zweiter. Dabei hat er fast 40 Minuten lang eine Wahnsinnsleistung von rund 425 Watt getreten – das ist ungefähr so viel, wie ein kleiner Elektromotor schafft.