Der niedersächsische Verfassungsschutz hat seinen neuen Jahresbericht vorgestellt und schlägt Alarm: Rechtsextreme nutzen Kampfsport, um junge Menschen für ihre Szene zu gewinnen.
Im Verfassungsschutzbericht 2025 steht, dass die Zahl der Rechtsextremen in Niedersachsen stark gestiegen ist, nämlich von etwa 2.000 auf über 2.700 Menschen. Besonders Sorge macht den Sicherheitsbehörden, dass immer mehr sehr junge Leute im Internet zusammenfinden und dann auch auf der Straße aktiv werden. Viele von ihnen werden über Kampfsport-Kurse angesprochen, weil das ein einfacher Einstieg ist und sich dort Leute mit ähnlichen Gedanken treffen.
Es gibt klare Gegenmaßnahmen. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) und Verfassungsschutzpräsident Dirk Pejril haben den Bericht in Hannover vorgestellt und betont, dass der Staat die Entwicklung ernst nimmt. Ein Gericht hat zudem vorläufig bestätigt, dass die AfD Niedersachsen vom Verfassungsschutz beobachtet werden darf. Außerdem bauen Bund und Länder gerade ein gemeinsames Abwehrzentrum gegen hybride Bedrohungen wie Spionage und Falschinformationen aus dem Ausland auf.
