Nach zwei extrem starken Erdbeben Ende Juni bekommt Venezuela jetzt Geld vom Internationalen Währungsfonds, um beim Wiederaufbau zu helfen.
Am 24. Juni hat die Erde in Venezuela zweimal ganz kurz hintereinander stark gebebt – mit einer Stärke von 7,2 und 7,5. Solche Erdbeben sind so heftig, dass sie ganze Städte zerstören können. Besonders schlimm hat es den Bundesstaat La Guaira nördlich der Hauptstadt Caracas getroffen. Dort sind Hunderte Gebäude eingestürzt oder schwer beschädigt worden. Mehr als 5.000 Menschen sind nach offiziellen Angaben gestorben, über 16.000 wurden verletzt und rund 18.000 haben ihr Zuhause verloren. Etwa 20.000 Menschen leben jetzt in Notunterkünften, also in behelfsmäßigen Lagern.
Internationale Helferinnen und Helfer sowie die Regierung selbst versuchen, das Land wieder aufzubauen. Zehntausende Einsatzkräfte aus Venezuela und Tausende aus dem Ausland waren im Einsatz. Über eine Luftbrücke sind 80 Tonnen Hilfsgüter ins Land gebracht worden, also zum Beispiel Essen, Wasser und Medizin. Die Europäische Union hat 20 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereitgestellt. Jetzt hat der Internationale Währungsfonds – kurz IWF – zusätzlich 346 Millionen US-Dollar aus eigenen Reserven Venezuelas freigegeben. Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez bedankte sich bei IWF-Chefin Kristalina Georgiewa für die Unterstützung. Das Geld soll Familien helfen, die alles verloren haben, und beim Wiederaufbau von Häusern und Straßen helfen.
