Die US-Armee soll bis zum 30. September vollständig aus dem Irak verschwinden, hat der irakische Regierungschef nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump bekanntgegeben.

Was ist passiert? Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi war in Washington bei US-Präsident Donald Trump. Bei diesem Besuch hat er gesagt: Das US-Militär wird bis zum 30. September und damit in weniger als drei Monaten vollständig aus dem Irak abziehen. Hintergrund: Die USA waren schon einmal 2003 in den Irak einmarschiert und hatten mit dem Kampf gegen die Terrormiliz IS dort auch nach 2011 weiter Soldaten stationiert. Zeitweise waren mehr als 160.000 US-Soldaten im Irak stationiert. Heute sind es nur noch rund 2.500 Soldaten an wenigen Standorten.

Was bedeutet das Datum? Al-Saidis Regierung hat den Abzug an eine Bedingung geknüpft: Bewaffnete Gruppen im Irak, die auch Unterstützung vom Iran bekommen, sollen sich bis zum 30. September 2026 entwaffnen lassen. Der IS gilt als militärisch besiegt, in beiden Ländern sind aber weiterhin IS-Kämpfer aktiv, die auch Anschläge verüben. Al-Saidi sagte deshalb: Die bewaffneten Gruppen hätten nach diesem Datum kein Existenzrecht mehr, sagte al-Saidi. Gleichzeitig fliegt das US-Militär im Irak weiterhin Luftangriffe gegen IS-Ziele und gegen iranisch verbündete Milizen.