Ein Gericht in Paris entscheidet am Dienstag, ob die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen bei der nächsten Präsidentenwahl antreten darf.

Was ist passiert?

Im März 2025 wurde Marine Le Pen in erster Instanz verurteilt. Es geht um EU-Geld, das ihre Partei nach Ansicht des Gerichts falsch benutzt hat. Konkelt: Mitarbeiter der Partei wurden als Assistenten im EU-Parlament bezahlt, haben dort aber gar nicht gearbeitet. Dafür wurde Le Pen zu einer Strafe verurteilt – und sie darf fünf Jahre lang nicht bei Wahlen antreten, sofort. Jetzt prüft ein Berufungsgericht in Paris, ob dieses Urteil so bleibt. Die Richter entscheiden am Dienstag. Wenn ja, kann Le Pen 2027 nicht Präsidentin von Frankreich werden.

Wer hilft oder handelt?

Le Pen selbst sagt, sie habe "keine Angst" vor dem Urteil. Sie kämpfe weiter für ihre Ideen. Wenn sie wirklich nicht antreten darf, will sie ihren Nachfolger Jordan Bardella unterstützen. Bardella ist erst 30 Jahre alt, schon Parteichef und in Umfragen beliebter als Le Pen selbst. Er ist quasi der Plan B der Partei. Das Berufungsgericht ist also gerade die wichtigste politische Bühne Frankreichs – dort entscheidet sich, wer 2027 für die Rechtspopulisten antritt.