Die UEFA will in ihren Turnieren keine Rote Karte mehr geben, wenn ein Spieler im Streit den Mund mit der Hand verdeckt – stattdessen kann es eine Gelbe Karte geben.
Was ist passiert? In der Champions League hat sich ein Spieler von Benfica Lissabon im Streit mit Vinícius Júnior von Real Madrid das Trikot vor den Mund gehalten. Danach wurde überlegt: Soll das schon eine Rote Karte sein? Die UEFA sagt jetzt: Nein, nicht automatisch. Eine Rote Karte ist zu hart, wenn der Schiedsrichter die Szene nicht richtig einschätzen kann. Aber eine Gelbe Karte – also eine Verwarnung – kann er zeigen, wenn er glaubt, dass der Spieler damit etwas Schlimmes sagen will, ohne erkannt zu werden.
Wer hilft? Die UEFA hat ihre Schiedsrichter angewiesen, genau hinzuschauen und jede Szene einzeln zu bewerten. Außerdem gibt es weiterhin Disziplinarverfahren im Nachhinein: Wer sich rassistisch oder anders diskriminierend äußert, kann also auch noch Tage später bestraft werden. Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich für klare Regeln stark gemacht, und die FIFA hatte bei der WM schon Rot-Karten für solche Fälle gezeigt.
