US-Präsident Trump hat sich bei der FIFA dafür bedankt, dass ein gesperrter US-Spieler doch spielen durfte – und damit eine große Debatte ausgelöst.
Was ist passiert? Der US-Stürmer Folarin Balogun hatte im Spiel gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte bekommen. Eine Rote Karte bedeutet: Der Spieler muss das nächste Spiel aussetzen. Die FIFA hat diese Sperre aber aufgehoben, kurz bevor die USA gegen Belgien spielten. US-Präsident Donald Trump sagte, er habe FIFA-Chef Gianni Infantino angerufen und darum gebeten. Bei einem Empfang in New York bedankte er sich bei Infantino mit den Worten: „Du hast eine großartige, großartige, großartige Entscheidung getroffen."
Wer hilft jetzt? Die FIFA sagt, dass ihre Disziplinarkommission unabhängig entscheidet und nicht von Infantino oder Politikern beeinflusst wird. Infantino betonte: „So funktioniert das System der FIFA, und dieses Prinzip werde ich stets wahren." Viele Expertinnen und Experten, etwa der frühere FIFA-Chef Joseph Blatter oder der Trainer Jürgen Klopp, sehen das anders. Sie sagen: Die Politik hat sich hier zu stark eingemischt. Auch viele Fans und Medien, vor allem in Europa, kritisieren den Vorgang als unfair.
Was kannst du tun? Beschäftige dich mit der Frage, wie unabhängig Sportverbände wirklich sind. Wenn du selbst Fußball spielst oder ein anderes Hobby hast, achte darauf, dass Regeln fair angewendet werden. Du kannst mit Freundinnen und Freunden, in der Schule oder in sozialen Netzwerken diskutieren, ob ein Präsident in einen laufenden Wettbewerb eingreifen sollte. Eigene Meinungen sind erlaubt – solange man respektvoll bleibt.
