Vor einem großen Treffen der wichtigsten westlichen Staaten hat US-Präsident Donald Trump Frankreich mit hohen Zöllen auf Wein und Champagner gedroht.
Was ist passiert? Trump hat in einem Interview mit der „New York Post“ gesagt, dass er auf alle Weine und Champagner aus Frankreich einen Zoll von 100 Prozent erheben will. Das bedeutet: Ein Wein, der normalerweise 20 Euro kostet, würde plötzlich 40 Euro kosten – und das nur, weil er aus Frankreich kommt. Der Grund: Frankreich besteuert seit 2019 große Tech-Firmen wie Google, Amazon, Apple und Facebook mit drei Prozent ihrer Umsätze in Frankreich. Trump will, dass diese Steuer verschwindet, und macht jetzt Druck.
Wer hilft? In solchen Streitigkeiten ist normalerweise die EU in Brüssel zuständig, nicht Frankreich alleine. Denn die Handelspolitik – also Regeln für Zölle und Importe – gehört zum gemeinsamen Bereich aller EU-Länder. Wenn die USA ein einzelnes Land wie Frankreich bestrafen, würde die EU wahrscheinlich für alle Mitgliedstaaten antworten. Außerdem treffen sich gerade die Staatschefs der G7 – das sind sieben große Industrieländer – in Évian am Genfersee in Frankreich. Dort können sie direkt miteinander reden und versuchen, eine Lösung zu finden.
