Donald Trump hat einer Frau, die ihn wegen sexuellen Übergriffs verklagt hatte, nach einem Gerichtsurteil 5,6 Millionen Dollar Schadensersatz gezahlt.
Was ist passiert? E. Jean Carroll hat Trump vorgeworfen, sie 1996 in einer Umkleidekabine eines großen New Yorker Kaufhauses sexuell angegriffen zu haben. Im Mai 2023 hat ein Bundesgericht in New York entschieden, dass Trump dafür zahlen muss. Die Geschworenen gaben ihr zwei Millionen Dollar wegen des Übergriffs und drei Millionen Dollar, weil Trump sie später öffentlich als „Verrückte“ beschimpft hatte. Mit Zinsen waren es am Ende 5,6 Millionen Dollar, also etwa 4,9 Millionen Euro. Ein am Dienstag veröffentlichtes Gerichtsdokument zeigt, dass das Geld jetzt tatsächlich überwiesen wurde.
Wer hilft ihr? Hinter Carroll steht ihre Anwältin Roberta Kaplan. Sie hat öffentlich bestätigt, dass das Geld angekommen ist, und gesagt: „Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass sie die Schadensersatzzahlung erhalten hat.“ Ohne eine Anwältin, die den Fall über Jahre vor Gericht bringt, wäre eine Klage gegen einen Präsidenten kaum möglich. Auch Gerichte spielen hier eine wichtige Rolle: Sie prüfen Beweise und entscheiden, ob jemand Schadenersatz zahlen muss. In diesem Fall hat am Ende sogar der Oberste Gerichtshof der USA entschieden, den Fall nicht noch einmal aufzurollen – damit ist das Urteil endgültig.
