Nachdem im Mai ein Tiger aus einem privaten Gehege in Schkeuditz ausgebrochen war, holten die Behörden jetzt sechs Großkatzen aus dem Gehege und bringen sie nach Spanien.

Im Mai ist im sächsischen Schkeuditz ein Tiger aus einem privaten Gehege entwichen. Dabei wurde ein Mann schwer verletzt. Die Polizei musste das Tier leider erschießen, weil es eine Gefahr für Menschen war. Danach haben Polizei und das Landratsamt Nordsachsen das Gehege genau untersucht. Sie stellten fest, dass das Gehege für so viele große Tiere viel zu klein war. Deshalb entschieden sie: Sechs Großkatzen müssen dort weg.

Die Behörden haben die Tiere betäubt und vorsichtig in große Transportboxen gesetzt. Rund 25 Polizistinnen und Polizisten haben den Bereich weiträumig abgesichert, damit beim Verladen nichts schiefgeht. Die Tiere werden nun an die Tierschutzorganisation Animal Advocacy and Protection (kurz AAP) übergeben. AAP betreibt in Spanien ein großes Auffanglager, in dem solche Großkatzen artgerecht versorgt werden.