Der erst 23-jährige Brite Arthur Fery hat sich als Außenseiter bis ins Viertelfinale des berühmtesten Tennisturniers der Welt gekämpft und damit das heimische Publikum verzaubert.
Stell dir vor: Du wohnst nur fünf Minuten vom berühmtesten Tennisturnier der Welt entfernt, bekommst eine sogenannte Wildcard, also eine Freikarte für das Hauptfeld, und dann besiegst du einen erfahrenen Profi nach fast vier Stunden Spielzeit. Genau das ist Arthur Fery in Wimbledon passiert. Er ist gerade einmal 23 Jahre alt und steht auf Platz 114 der Weltrangliste – also keineswegs in den Top-Reihen. Trotzdem hat er den bulgarischen Spieler Grigor Dimitrow besiegt, der fünf Sätze brauchte, um zu zeigen, was in ihm steckt.
Das Match dauerte 3 Stunden und 55 Minuten. Fery lag schon mit einem Satz im Rückstand, kämpfte sich aber zurück und entschied das Spiel schließlich im Tiebreak des fünften Satzes für sich. Das ist die spannendste Variante im Tennis: Wenn kein normaler Satz mehr entscheidet, werden Punkte im Tiebreak gespielt, bis einer sieben Punkte mit zwei Punkten Abstand hat. Auf dem Court in Wimbledon feuerte das Publikum den jungen Briten lautstark an – mit Sprechchören und stehenden Ovationen. Nach seinem Sieg sagte Fery gerührt: "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist ein Traum."
