In Berlin wird vor der Wahl im September diskutiert, ob auf Teilen des Tempelhofer Feldes Wohnungen entstehen sollen.
Das Tempelhofer Feld ist eine riesige Wiese mitten in Berlin. Früher starteten hier Flugzeuge, seit 2010 kannst du dort spazieren, skaten oder Drachen steigen lassen. Viele Menschen in Berlin möchten, dass das so bleibt, weil dort seltene Tiere wie Feldlerchen leben und die Fläche bei Hitze für frische Luft sorgt.
Im Jahr 2014 haben die Berlinerinnen und Berliner per Volksentscheid gesagt: Diese Wiese darf nicht bebaut werden. Seitdem gilt das als Gesetz. Heute denken aber viele Menschen anders, weil Wohnungen in Berlin knapp und teuer sind.
Einige Architekturbüros und Universitäten, zum Beispiel die TU Berlin, haben Pläne gezeichnet. Sie wollen an den Rändern des Feldes, etwa am Tempelhofer Damm und an der Oderstraße, neue Viertel bauen. Die Häuser sollen fünf bis sieben Stockwerke hoch sein und nur etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Gesamtfläche bedecken. Manche Entwürfe sind komplett autofrei und setzen auf Rad- und Fußverkehr.
