In Belfast haben am Samstag mehrere tausend Menschen friedlich gegen Rassismus demonstriert – als Antwort auf tagelange rechtsextreme Krawalle.

Was ist passiert? In der nordirischen Hauptstadt Belfast kamen mehrere tausend Menschen auf dem Rathausplatz zusammen. Sie riefen "Together against hate" – auf Deutsch: "Zusammen gegen den Hass". Die Demo war die Antwort auf schlimme Ausschreitungen, bei denen Randalierer Autos und Häuser angezündet hatten. Auch verletzte Polizistinnen und Polizisten gab es. Ausgelöst hatte alles ein Video, das zeigte, wie ein Asylbewerber aus dem Sudan einen Mann mit einem Messer schwer verletzt hatte. Danach hatten rechte Gruppen im Internet zu Hass und Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten aufgerufen. Viele Menschen mit Migrationshintergrund mussten in Sicherheit gebracht werden.

Wer hilft? Die Demonstration wurde von der Organisation Unite Against Racism organisiert. Mit dabei waren auch Politikerinnen und Politiker, Gewerkschaften, Kirchen und viele andere Gruppen. Sie alle wollten zeigen: Belfast ist eine Stadt für alle, und die meisten Leute dort lehnen Gewalt und Rassismus ab. Die Polizei war mit vielen Einsatzkräften vor Ort, damit alles friedlich blieb. Rednerinnen und Redner auf der Bühne sagten klar, dass weder der Messerangriff noch die rechten Krawalle entschuldbar sind. Es war ein deutliches Zeichen: Die Mehrheit der Stadt steht für ein friedliches Zusammenleben.