Ein fast vollständiges Tyrannosaurus-Skelett soll in New York für mehrere Millionen Dollar versteigert werden, und Forschende finden das problematisch.

Was ist passiert? Das berühmte Auktionshaus Sotheby's versteigert gerade in New York ein Skelett eines Tyrannosaurus rex, das den Spitznamen "Gus" trägt. Das Tier lebte vor ungefähr 67 Millionen Jahren in der späten Kreidezeit. Gefunden wurde es auf einer Farm im US-Bundesstaat South Dakota. Mehr als 60 Prozent der Knochen sind erhalten. Sotheby's rechnet mit einem Preis zwischen 20 und 30 Millionen US-Dollar, das Startgebot liegt bei 19 Millionen Dollar.

Wer hilft, damit Forschung möglich bleibt? Viele Museen und Universitäten können sich solche Summen nicht leisten. Deshalb gibt es immer mehr Regelungen, dass wissenschaftliche Studien nur noch veröffentlicht werden, wenn die Fossilien dauerhaft in öffentlichen Sammlungen bleiben. So soll sichergestellt werden, dass alle Forschenden die Knochen untersuchen können. Paläontologinnen und Paläontologen wie Susannah Maidment vom Natural History Museum in London oder Thomas Carr sprechen sich deshalb deutlich gegen solche Privatkäufe aus.