Stell dir vor, mitten in der Nacht bricht plötzlich ein heftiger Sturm über dem Meer los – genau das ist an der kroatischen Küste passiert.
In der Nacht auf Sonntag zog ein schwerer Sommersturm über die kroatische Adria. Auf der kleinen Insel Unije liefen gleichzeitig etwa sieben Boote mit fast 50 Menschen an Bord auf Grund. Eine Wasserhose – also ein Tornado über dem Wasser – riss auf den Campingplätzen Lopari und Rapoća ungefähr 50 große Kiefern um, die auf Autos, Zelte und Wohnwagen stürzten. Nahe Kap Kamenjak an der Südspitze Istriens kenterte ein Segelschiff mit drei Österreichern an Bord. Die Böen erreichten laut Behörden bis zu 111 Kilometer pro Stunde.
Auf Unije eilten Einheimische mitten in der Nacht los, um den gestrandeten Bootsbesatzungen zu helfen. Die Besatzung des gekenterten Segelschiffs konnte sich selbst in eine Rettungsinsel retten. Die Hafenkapitänin von Pula holte die drei Österreicher anschließend unverletzt an Bord. Auch auf den Campingplätzen wurden Verletzte versorgt, zwei Personen wurden verletzt. Das kroatische Ministerium für Meer und Verkehr bestätigte: Trotz der massiven Schäden gab es bei den Strandungen keine Toten.
