Eine neue Statistik zeigt: Studentinnen schließen ihr Studium an deutschen Hochschulen im Durchschnitt schneller ab als ihre männlichen Kommilitonen.

Das Statistische Bundesamt hat sich angeschaut, wie lange Studierende für ihren Abschluss brauchen. Dafür haben sie Daten von Leuten untersucht, die im Jahr 2020 angefangen haben zu studieren – beim Staatsexamen waren es die vom Jahr 2018, weil dieses Studium länger dauert.

Das Ergebnis: Frauen sind oft schneller fertig. Beim Bachelor haben nach acht Semestern 34 Prozent der Frauen ihren Abschluss in der Tasche, beim Master nach sechs Semestern sogar 53 Prozent. Beim Staatsexamen ist der Unterschied am größten: 35 Prozent der Frauen, aber nur 24 Prozent der Männer schaffen es in zwölf Semestern.

Die Forscherinnen und Forscher sagen nicht genau, woran das liegt. Es könnte zum Beispiel an der Studienfinanzierung liegen, an Nebenjobs oder an der Fächerwahl. Klar ist: Wer schneller fertig wird, ist auch schneller im Berufsleben.