Der deutsche Tennisspieler Jan-Lennard Struff hat in London den russischen Top-Spieler Daniil Medvedev besiegt und steht zum ersten Mal in seiner Karriere im Achtelfinale von Wimbledon.

Stell dir vor: Du liegst in einem Tennismatch dreimal zurück – und gewinnst am Ende trotzdem. Genau das hat Jan-Lennard Struff bei Wimbledon geschafft. Er spielte gegen den an Nummer acht gesetzten Russen Daniil Medvedev, der sogar schon die US Open gewonnen hat. Am Ende stand es 7:6, 7:6 und 7:5 für Struff.

Das Besondere: In jedem der drei Sätze lag Struff schon zurück und kämpfte sich zurück ins Match. Besonders verrückt war der zweite Satz. Dort lag er schon mit 1:4 und 2:5 hinten – und drehte den Satz trotzdem noch. Im Tiebreak knallte er den Ball mit einem harten Schlag volley ins Feld und gewann 7:5.

Damit hat Struff in seiner Karriere zum ersten Mal das Achtelfinale in Wimbledon erreicht. Die Anlage liegt an der berühmten Church Road in London. Für einen Platz unter den besten 16 Spielern bekommt er rund 350.000 Euro Preisgeld. Der gebürtige Warsteiner war vor Wimbledon in dieser Saison bei neun von 16 Turnieren schon in der ersten Runde ausgeschieden – jetzt also der große Coup.

Im Achtelfinale wartet der nächste Gegner: der Pole Hubert Hurkacz. Hurkacz gehört zu den Spielern mit den härtesten Aufschlägen der Welt. Struff wird also wieder alles geben müssen. „Es ist unglaublich“, sagte er nach dem Sieg. „Es ist sehr wichtig für mich, ich bin sehr stolz und sehr glücklich.“