Ein afrikanischer Top-Schiedsrichter darf nicht in die USA einreisen – und eine mächtige Politikerin fordert die FIFA zum Eingreifen auf.

Was ist passiert? Der somalische Schiedsrichter Omar Artan wollte zur Fußball-WM in die USA reisen, um dort Spiele zu leiten. Er hatte ein gültiges Visum, wurde aber an der Grenze abgewiesen. Die Behörden sagten, es gebe Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation. Für die USA gelten gerade strengere Einreiseregeln für Menschen aus 39 Ländern, auch für Somalia. Artan wurde 2025 immerhin zum besten Schiedsrichter Afrikas gewählt.

Wer hilft? Annalena Baerbock, die Präsidentin der UN-Generalversammlung, hat den Fall öffentlich gemacht. Sie sagt: 'Neutralität heißt, dass man alle Schiedsrichter einreisen lässt.' Die UEFA, der europäische Fußball-Verband, hat ebenfalls protestiert. FIFA-Chef Gianni Infantino sagte, die verweigerte Einreise sei 'natürlich unglücklich' – man müsse aber akzeptieren, dass eine Sportorganisation nicht über Regierungen bestimmen könne. Artan soll trotzdem sein volles Geld für die WM bekommen.