Nach monatelangem Streit haben sich die Chefin von Schloss Ambras und der Museumsträger KHM friedlich geeinigt.

Schloss Ambras ist ein bekanntes Museum in Innsbruck. Dort gab es seit März Ärger zwischen der Direktorin Veronika Sandbichler und dem KHM-Museumsverband, dem das Schloss gehört. Sandbichler hatte gesagt, die Führung im KHM sei „toxisch“. Danach wurde sie freigestellt und ihr zum Jahresende gekündigt. Ein Gerichtsstreit drohte.

Eine Arbeitsrechts-Expertin hat sich den Fall angeschaut und ein Gutachten geschrieben. Das Gutachten hat die Chefs im KHM entlastet. Trotzdem haben sich beide Seiten jetzt ohne Prozess geeinigt. Sandbichler und das KHM beenden die Zusammenarbeit einvernehmlich. Das bedeutet: Beide sind damit einverstanden, getrennte Wege zu gehen. Über die genauen Hintergründe wollen beide schweigen.

Das KHM hat sich bei Sandbichler für ihre Arbeit bedankt. Sandbichler wünscht dem Museum und dem KHM für die Zukunft alles Gute. Generaldirektor Jonathan Fine will die Leitung von Schloss Ambras noch vor Jahresende an jemanden aus dem bestehenden Team übergeben. So bekommt das Schloss bald eine neue Chefin oder einen neuen Chef, und der Streit ist vorerst vorbei.

Für Besucherinnen und Besucher ändert sich erst einmal wenig. Das Museum will weiterhin Ausstellungen zeigen, die Sammlung pflegen und das kulturelle Erbe bewahren. Der Fall zeigt aber auch, wie wichtig ein gutes Miteinander in großen Kulturorganisationen ist.