Die US-Regierung wirft einem der bekanntesten Museen des Landes vor, Geschichte zu einseitig darzustellen – das Museum wehrt sich.
Das National Museum of American History in Washington erzählt die Geschichte der USA. Dazu gehören Themen wie Sklaverei, der Bürgerkrieg, die Gründerväter und moderne Debatten. Jetzt behauptet die Regierung von Präsident Donald Trump in einem Bericht des Weißen Hauses, das Museum zeige die Geschichte zu negativ und spalte damit die Bevölkerung. Vor allem stört sich die Regierung daran, wie das Museum über George Washington, Thomas Jefferson, Migration und Trans-Themen bei Kindern berichtet.
Das Smithsonian ist die große Dachorganisation, zu der das Museum gehört. Auf die Vorwürfe hat es klar geantwortet: Man forsche unabhängig und unparteiisch – genau wie seit über 180 Jahren.
Es gibt Kritikerinnen und Kritiker, die Trump vorwerfen, einen "Kulturkampf" zu führen. Sie sehen in dem Bericht den Versuch, Museen direkt von der Regierung aus zu steuern. Auch Gerichte sind eingebunden: Ein Berufungsgericht hat kürzlich entschieden, dass Denkmäler, die an Sklaverei oder Rassismus erinnern, in Nationalparks vorerst nicht wieder aufgestellt werden müssen. Das zeigt, wie tief die Regierung inzwischen in die Erinnerungskultur eingreift.
