Die Stiegl-Brauerei will ihre Güterzüge in Salzburg bis Ende des Jahres stilllegen, und die Politik versucht jetzt, die Strecke zu retten.
Was ist passiert? Die Stiegl-Brauerei hat angekündigt, den Güterverkehr auf der Stieglbahn, einer 3,4 Kilometer langen Bahnstrecke in der Stadt Salzburg, bis Ende 2026 einzustellen. Die Strecke besteht seit 1919 und wird bisher nur für Güter genutzt, vor allem für die Anlieferung von Braumalz. Stiegl sagt, Lkw-Transporte seien günstiger, flexibler und einfacher zu planen. Auf der Strecke fahren jede Woche etwa drei bis fünf Waggons, das entspricht rund 40 Lkw-Fahrten. Ein weiterer Kunde ist das Recyclingunternehmen Papyrus mit 80 bis 100 Waggons pro Jahr.
Wer hilft? Politikerinnen und Politiker aus mehreren Parteien setzen sich für den Erhalt der Strecke ein. Die Salzburger Verkehrsstadträtin Anna Schiester (Grüne) warnt, dass beim Ende des Betriebs auch die offizielle Genehmigung verloren gehen könnte, was die Strecke endgültig bedeuten würde. Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) hat für kommende Woche ein Gespräch mit dem Unternehmen angekündigt. Auch die Partei KPÖ Plus fordert mehr Schienenverkehr.
