Bundespräsident Steinmeier hat bei einer großen Konferenz in Hamburg gesagt, dass die Weltpolitik rauer wird und Länder wieder stärker zusammenarbeiten müssen.

Was ist passiert? Bei der Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz haben Politikerinnen und Politiker aus mehr als 110 Ländern darüber gesprochen, wie wir Klimakrise, Hunger und Armut besser lösen können. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dort eine Warnung ausgesprochen: Er sieht, dass viele Regierungen heute wieder härter aufeinander zugehen und Regeln weniger zählen. Er nannte das einen „Zeitgeist der Brutalität und Rücksichtslosigkeit“ und eine „neue Weltunordnung“. Als Beispiel nannte er die Blockade einer wichtigen Schifffahrtsstraße im Nahen Osten, durch die Öl und Lebensmittel transportiert werden.

Wer hilft? Steinmeier hat nicht nur Probleme benannt, sondern auch Wege vorgeschlagen. Er fordert, dass Länder bestehende Partnerschaften pflegen und neue Formen der Zusammenarbeit finden. Am Dienstag soll eine neue Kommission starten, die sich genau darum kümmert. Sie wird vom früheren Bundeskanzler Olaf Scholz und der früheren Präsidentin Costa Ricas, Laura Chinchilla, geleitet. Außerdem sagte Steinmeier, dass die Vereinten Nationen, also die UN, eigentlich der Ort für solche Zusammenarbeit sind – Deutschland müsse sich dort weiter engagieren, auch wenn die letzte Wahl für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat verloren ging.