In der Nacht auf Dienstag hat sich vor der Küste von Süditalien ein Erdbeben der Stärke 6,2 ereignet.

Das Beben passierte um 00:12 Uhr unter dem Tyrrhenischen Meer, etwa auf der Höhe der Kleinstadt Paola. Das Epizentrum lag ungefähr 250 Kilometer tief im Erdinneren. Solche tiefen Beben merkt man an der Oberfläche viel schwächer als flache Beben mit gleicher Stärke.

Die Erschütterungen waren trotzdem in ganz Süditalien zu spüren, teilweise sogar auf dem Balkan, etwa 600 Kilometer entfernt. Die italienische Feuerwehr sagte aber schon eine halbe Stunde später, dass keine Notrufe eingegangen seien. In der Stadt Cosenza, die am nächsten liegt, rechnen Fachleute nicht mit Schäden an Häusern.

Süditalien ist eine Region, in der es häufiger bebt. Das liegt daran, dass dort die afrikanische und die eurasische Erdplatte aneinandergrenzen. Erst vor ungefähr zwei Wochen hatte es in der Gegend um Neapel ein Beben der Stärke 4,4 gegeben. Solche Ereignisse erinnern Forscherinnen und Forscher daran, die Erde in dieser Region gut zu beobachten.