Kurz nach Weihnachten 2025 haben Diebe fast alle Schließfächer einer Sparkasse in Gelsenkirchen aufgebohrt und sind mit einer riesigen Beute verschwunden – nun klagen die Geschädigten auf Schadenersatz.

Was ist passiert? Nach Weihnachten 2025 sind Unbekannte über eine Tiefgarage in eine Sparkasse in Gelsenkirchen eingestiegen. Mit einem riesigen Bohrer haben sie sich den Weg in den Tresorraum freigemacht. Dort brachen sie fast alle rund 3.100 Schließfächer auf und nahmen die Beute mit. Der Schaden liegt wohl im dreistelligen Millionenbereich – das macht den Einbruch zu einem der größten der deutschen Kriminalgeschichte. Viele Kundinnen und Kunden hatten Bargeld, Goldmünzen oder Erbstücke wie Familienschmuck in den Fächern aufbewahrt. Eine ältere Frau sagt, sie habe alles verloren, was sie für ihren Ruhestand gespart hatte.

Wer hilft? Vor dem Landgericht Essen haben jetzt die ersten Zivilprozesse begonnen. Anwalt Daniel Kuhlmann vertritt nach eigenen Angaben rund 650 Betroffene mit einem Gesamtschaden von fast 51,5 Millionen Euro. Er will mit zwei Musterprozessen erreichen, dass die Sparkasse für den Schaden aufkommt. Ein Richter hat zudem angekündigt, dass ein unabhängiger Sachverständiger prüfen soll, ob die Bank die nötigen Sicherheitsstandards eingehalten hat. Erste sichergestellte Gegenstände hat die Polizei seit Anfang Mai wieder an ihre Besitzerinnen und Besitzer zurückgegeben.