Bäckereien sollen in Deutschland künftig bis zu acht Stunden am Sonntag öffnen dürfen, die Bundesregierung will diese Regelung Anfang 2027 in Kraft setzen.
Stell dir vor, du gehst am Sonntagmorgen zur Bäckerei und möchtest frische Brötchen holen, aber der Laden hat schon zugemacht. Genau darüber wird gerade in Deutschland diskutiert. Aktuell dürfen Bäckereien sonntags nur drei Stunden lang geöffnet sein und ihre Mitarbeiter dürfen in dieser Zeit nur höchstens drei Stunden arbeiten. Diese alte Regel stammt aus dem Jahr 1996. Die Bundesregierung will sie nun ändern: Bäckereien und Konditoreien sollen künftig bis zu acht Stunden öffnen und ihre Beschäftigten entsprechend länger arbeiten dürfen. Andere Läden, etwa Supermärkte oder Modeketten, sind von dieser Änderung nicht betroffen. Wann die neue Regelung gilt, ist nach den Plänen der Regierung der 1. Januar 2027.
Nicht alle finden das gut. Die Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) sagt, dass längere Arbeitszeiten sonntags den Beruf für die Beschäftigten noch unattraktiver machen würden. Wer am Sonntag arbeitet, bekommt heute oft einen Zuschlag, also mehr Geld pro Stunde, weil der Sonntag eigentlich ein freier Tag ist. Wenn aber der Sonntag ein ganz normaler Arbeitstag wird, fürchten die Gewerkschaften, dass dieser Zuschlag verschwindet. Für die Beschäftigten heißt das: weniger Freizeit mit der Familie, weniger Planbarkeit und im Zweifel auch weniger Geld.
