Im neuen Kinofilm „So klingt das Leben" kämpft ein kleines Fischerdorf an der Küste Galiciens darum, nach einer Tragödie wieder zusammenzufinden – und die Musik hilft dabei.
Stell dir ein kleines Dorf am Meer vor, irgendwo in Galicien im Nordwesten Spaniens. Vor zwei Jahren ist dort ein Fischerboot untergegangen. Nur zwei von neun Männern haben überlebt. Der Kapitän Antonio, der auch die traditionelle Musikgruppe des Dorfes geleitet hat, ist gestorben. Die Menschen trauern – und wissen nicht so recht, wie es weitergehen soll.
Luis, einer der Überlebenden, hat eine Idee: Er will die Musikgruppe, die Rondalla, wieder zum Leben erwecken und mit dem Dorf bei einem Wettbewerb antreten. So haben alle ein gemeinsames Ziel und können über den Schmerz hinweg zusammenfinden. Auch Antonios Tochter Andrea hilft mit: Die 18-Jährige spielt Dudelsack am Grab ihres Vaters, damit sein Andenken nicht verloren geht.
Gleichzeitig gibt es in dem Dorf noch andere Baustellen. Antonios Witwe Carmen hat ein Geheimnis, das die Gefühle durcheinanderwirbelt. Es gibt Streit zwischen Jung und Alt, Fragen zur Umwelt und rund um den Schiffbruch sogar einen Hauch von Krimi. Regisseur Daniel Sánchez Arévalo, der schon „Dunkelblaufastschwarz" gedreht hat, erzählt das alles ruhig und mit viel Gefühl – und zeigt, dass Musik Menschen zusammenbringen kann, selbst wenn vieles kaputt ist.
