Jannik Sinner aus Italien hat das Wimbledon-Finale gegen den deutschen Tennisstar Alexander Zverev gewonnen und seinen Titel verteidigt.
Das Endspiel fand am 12. Juli 2026 in London statt und war über weite Strecken extrem spannend. Zverev gewann den ersten Satz im Tiebreak, Sinner entschied den zweiten Durchgang ebenfalls im Tiebreak für sich. Beim Stand von 3:3 im dritten Satz rutschte Zverev auf dem Rasen aus, als er einen Stoppball von Sinner erreichen wollte, und fiel hin. Sinner ging sofort zu ihm, half ihm auf und sprach ihm Mut zu, eine richtig faire Geste. Zverev konnte ohne Behandlung weiterspielen, verlor aber wenig später sein Aufschlagspiel und auch die folgenden Sätze. Am Ende hieß es 6:7, 7:6, 6:3 und 6:4 für den Italiener.
Für Zverev war es eine bittere Niederlage, denn wäre er erfolgreich gewesen, hätte er nach Boris Becker und Michael Stich der dritte deutsche Wimbledon-Sieger bei den Männern sein können. Becker hatte den Titel 1985, 1986 und 1989 geholt, Stich 1991. Der 29-jährige Zverev hatte sich über das Turnier stark zurückgekämpft und stand verdient im Finale, am Ende war Sinner aber vor allem nach dem Sturz zu konsequent. Insgesamt zeigte das Match, wie eng die Weltspitze im Herren-Tennis aktuell zusammenliegt und wie entscheidend kleine Momente über Sieg und Niederlage sein können.
