Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt will, dass reimportierte Simson-Mopeds in Deutschland wieder 60 km/h fahren dürfen, und spricht deshalb mit der EU.
Du kennst bestimmt die kleinen Mopeds aus Omas und Opas Garage: Simson. Modelle wie die Schwalbe, der Star, der Sperber oder der S50/51 wurden früher in Suhl in Thüringen gebaut, als es noch die DDR gab. Heute fahren viele junge Leute in Ostdeutschland so ein Moped, weil es günstig ist und man damit überall hinkommt.
Es gibt aber ein Problem: Simson-Mopeds, die schon in der DDR angemeldet waren, dürfen 60 km/h fahren. Wenn man aber ein altes Simson aus dem Ausland zurückholt, ein sogenannter Reimport, dann darf es nur 45 km/h fahren. Das liegt an einer EU-Regel, die für ganz Europa gilt.
Mario Voigt, der Ministerpräsident von Thüringen, findet das ungerecht. Er will Anfang September mit anderen Politikern in Brüssel bei der EU darüber reden, ob man die Regel ändern kann. Allein in Deutschland kann man das nicht entscheiden, sagt er. Er meint: „Die Situation ist allerdings schwierig“, aber „Wir sind da weiter dran“.
