Sicherheitsleute haben eine gefährliche Lücke im beliebten Baukasten-System WordPress gefunden, die bereits von Angreifern ausgenutzt wird.

Was ist passiert? In dem Werkzeug, mit dem Millionen Webseiten gebaut werden – WordPress – gibt es ein schweres Sicherheitsproblem. Es heißt "wp2shell" und erlaubt es Angreifern, ohne Passwort Schadcode auf eine Seite zu schleusen. Das bedeutet: Sie können unbefugt Dinge auf der Seite ändern oder Daten stehlen. Nur wenige Stunden nachdem die Lücke öffentlich wurde, gab es im Internet bereits fertige Anleitungen, um sie auszunutzen. Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schätzt die Gefahr als "kritisch" ein.

Wer hilft? Viele Stellen arbeiten gleichzeitig an Schutzmaßnahmen. Das BSI hat eine Warnung herausgegeben und informiert Website-Betreiber. Cloudflare, ein großer Anbieter für Internetsicherheit, hat Schutzregeln eingebaut, die Angriffe blockieren – kostenlos und kostenpflichtig für Kunden. Außerdem hat der Sicherheitsforscher Adam Kues ein kostenloses Online-Werkzeug veröffentlicht, mit dem man prüfen kann, ob eine bestimmte Seite verwundbar ist. Unter dem Werkzeug stehen auch alternative Schutzmaßnahmen.