Forschende in der Schweiz haben ausgerechnet: Die Gletscher haben ihren Winterschnee schon am 29. Juni komplett verloren – fast so früh wie im Rekordjahr 2022.
Stell dir vor, du hast im Winter einen Schneehaufen gebaut. Irgendwann im Sommer ist er weggeschmolzen – das ist ganz normal. Bei einem Gletscher ist dieser Moment besonders wichtig: der sogenannte Gletscherschwundtag. Er bedeutet, dass alles Eis, das der Gletscher im Winter durch Schnee dazubekommen hat, schon weggeschmolzen ist und das alte Gletschereis weiter abschmilzt. In der Schweiz passiert das laut Berechnungen von Forschenden der ETH Zürich in diesem Jahr am 29. Juni – fast genauso früh wie 2022, als am 26. Juni der bisherige Rekord aufgestellt wurde.
Der Glaziologe Matthias Huss sagt: „Es ist jetzt schon klar, dass die Gletscher wiederum massiv an Eis verlieren.“ Wie viel genau, wissen die Forschenden erst nach den finalen Messungen. Die Schweiz hat rund 1.400 Gletscher, und viele davon schrumpfen seit Jahren.
