Wegen vieler Baustellen auf den Schienen in Norddeutschland bekommen große Stahlwerke ihre Rohstoffe nicht mehr pünktlich — und schlagen jetzt Alarm.
Was ist passiert? In Norddeutschland werden gerade an vielen Stellen gleichzeitig Schienen erneuert. Dadurch sind wichtige Strecken gesperrt, etwa die Verbindung zwischen Hamburg und Berlin. Auch zwischen Hamburg und Hannover wird gebaut. Züge mit Kohle oder Erz brauchen dadurch Umwege oder stehen still. Bei Arcelor-Mittal, einem der größten Stahlhersteller in Deutschland, fehlt deshalb gerade Eisenerz — der Betrieb musste schon kürzer arbeiten, also weniger Stahl produzieren.
Wer hilft? Die Deutsche Bahn hat sich entschuldigt und eine sogenannte Taskforce gegründet, also ein Spezialteam, das schnell Lösungen finden soll. Außerdem will die Bahn den betroffenen Firmen Geld zurückzahlen, weil Lieferungen ausgefallen sind — das soll bald einfacher möglich sein. Die Stahlwerke und der Verband der Güterbahnen reden direkt mit der Bahn und dem Verkehrsministerium, damit sich die Lage bessert.
