Im spanischen Pamplona hat das berühmte San-Fermín-Fest begonnen – mit Stierläufen, Stierkämpfen und Demonstrationen von Tierschützern.

Was ist passiert? In Pamplona startet jedes Jahr im Juli das San-Fermín-Fest. Am Montag um 12 Uhr mittags wurde es mit einer Rakete eröffnet. Danach rennen an acht Morgen hintereinander mehrere schwere Kampfstiere durch enge Gassen der Altstadt. Die Tiere wiegen ungefähr 600 Kilogramm. Abends finden in der Arena die Corridas statt: Dabei werden die Stiere erst mit Lanzen geschwächt, dann werden bunte Holzstäbe mit Widerhaken in ihren Nacken gesteckt, und am Ende tötet der Matador den Stier mit einem Degenstich ins Herz.

Wer hilft? Viele Menschen finden das unfair und grausam. Die Tierrechtsorganisation PETA sagt, Tradition sei niemals eine Entschuldigung für Grausamkeit. Die Filmemacherin Eva Güimil nannte die Stierkämpfe Tierfolter im Live-TV. Auch dieses Jahr sind vor dem Fest wieder Leute auf die Straße gegangen und haben mit dem Slogan Fiesta ohne Folter protestiert. PETA-Vizepräsidentin Mimi Bekhechi sagt: Traditionen könnten und sollten sich weiterentwickeln. In Umfragen sagen etwa 70 Prozent der Leute, sie seien gegen Stierkämpfe. Weniger als die Hälfte will aber, dass man sie ganz verbietet.