Im Kreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen gibt es am 21. Juni eine Stichwahl – sie entscheidet, ob die SPD ihren Landrat halten kann oder die AfD gewinnt.

Kurz erklärt: Am vergangenen Sonntag haben die Menschen im Kreis Saalfeld-Rudolstadt einen neuen Landrat gewählt – das ist so etwas wie der Chef der Kreisverwaltung. Keiner der drei Kandidaten hat direkt genug Stimmen bekommen, also gibt es eine Stichwahl. Dabei treten nur noch die zwei Besten gegeneinander an: Marko Wolfram von der SPD und Thomas Benninghaus von der AfD. Gewählt wird am 21. Juni. Die Ergebnisse vom ersten Wahlgang: Wolfram 47,1 Prozent, Benninghaus 40,2 Prozent, der parteilose Wolfgang Wehr 12,7 Prozent.

Wer macht was: Marko Wolfram ist der aktuelle Landrat und tritt für die SPD an. Er ist 52 Jahre alt und Wirtschaftswissenschaftler. Er möchte eine dritte Amtszeit bekommen. Thomas Benninghaus ist AfD-Politiker, Jahrgang 1973, und hat laut eigenen Angaben eine kaufmännische Ausbildung. Vor zwei Jahren hat er in der Region ein Direktmandat bei der Landtagswahl geholt. Der parteilose Wolfgang Wehr ist Bauingenieur und Professor an der Fachhochschule Erfurt. Mit ihm kann man rechnen, weil seine Wählerinnen und Wähler beim zweiten Mal neu entscheiden müssen, wen sie wählen.