Der russische Leichtathletik-Verband geht vor den Sportgerichtshof CAS, weil seine Sportler weiterhin nicht bei internationalen Wettkämpfen starten dürfen.
Stell dir vor, du trainierst jahrelang und darfst trotzdem nicht an einem großen Wettkampf teilnehmen. So geht es gerade vielen russischen Leichtathletinnen und Leichtathleten. Ihr nationaler Verband hat deshalb angekündigt, vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu ziehen. Damit soll erreicht werden, dass die Sperre aufgehoben wird.
World Athletics, der Weltverband der Leichtathletik, hatte Russland schon 2015 wegen Dopingvorwürfen komplett ausgeschlossen. Einzelne Athleten durften danach nur in Ausnahmen als neutrale Sportler starten. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine wurde die Sperre dann noch verschärft – auch für Sportler aus Belarus.
Kürzlich hat das IOC die Regeln für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles etwas gelockert. World Athletics hat aber kurz darauf entschieden, seine Sperre gegen russische und belarussische Leichtathleten weiterhin nicht aufzuheben. Präsident Sebastian Coe sagte, es habe zwar Gespräche über einen möglichen Weg zurückgegeben, aber am Ende sei die Entscheidung gegen eine Aufhebung gefallen.
Der Weltverband World Athletics hat auf den angekündigten Einspruch der Russen reagiert und erklärt, man werde seine Position vor dem CAS "mit Nachdruck verteidigen". Wie das Verfahren ausgeht, ist noch offen. Es wurde bisher kein Verhandlungstermin genannt.
