Das Internationale Olympische Komitee hat seine Strafen gegen russische Sportlerinnen und Sportler gelockert. Was heisst das für die kommenden Spiele?
Was ist passiert? Das Internationale Olympische Komitee, kurz IOC, hat am Dienstag in Lausanne entschieden, die Sanktionen gegen russische Sportlerinnen und Sportler weitgehend aufzuheben. Vorher durften an den Spielen in Paris 2024 und in Mailand und Cortina d'Ampezzo nur einzelne russische Athletinnen und Athleten als neutrale Sportler teilnehmen. Jetzt sollen sie wieder bei viel mehr internationalen Wettkämpfen starten dürfen – auch bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Das IOC sagt: Athleten sollten nicht für das bestraft werden, was ihre Regierung tut. Weissrussland, das Russland im Krieg gegen die Ukraine unterstützt, war bereits vorher wieder zugelassen worden.
Wer hilft oder handelt? Das IOC hat die Sperre aufgehoben, weil aus seiner Sicht die ursprüngliche Begründung für die Strafen nicht mehr gilt. Das Russische Olympische Komitee hatte mit einem sportrechtlichen Schritt erreicht, dass die alte Grundlage wegfällt. Das heisst aber noch nicht, dass bei Olympia 2028 alles sofort anders wird. Ob russische Teams wieder mit eigener Flagge und eigener Hymne antreten dürfen, will das IOC erst später entscheiden.
Was kannst du tun? Wenn du Sport schaust oder selbst Sport machst, kannst du aufmerksam verfolgen, welche Entscheidungen in den nächsten Monaten fallen. Informiere dich aus seriösen Quellen, frag nach, wenn dir etwas unklar ist, und bilde dir deine eigene Meinung. So bleibst du im Bilde, wie sich der internationale Sport politisch verändert.
