Nach einer Roten Karte rief US-Präsident Trump beim FIFA-Boss an, und ein gesperrter Spieler durfte trotzdem spielen. Jetzt stellen viele Verbände – auch Österreich – unbequeme Fragen.

Stell dir vor: Ein Spieler fliegt im WM-Achtelfinale mit Rot vom Platz und ist damit eigentlich gesperrt. Kurz darauf ruft der US-Präsident Donald Trump beim FIFA-Präsidenten Gianni Infantino an – und die Sperre wird einfach ausgesetzt. Genau das ist beim US-Stürmer Folarin Balogun passiert. Er durfte im nächsten Spiel gegen Belgien antreten, obwohl die Regel das eigentlich verboten hätte.

Das klingt für viele Fans unfair und wirft eine große Frage auf: Darf sich die Politik in den Sport einmischen? Josef Pröll aus dem Aufsichtsrat des österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) sagt klar: „Eine saubere Aufarbeitung muss her.“ Österreich will von der FIFA wissen, was wirklich passiert ist und warum die Sperre aufgehoben wurde. Auch bei der UEFA soll über die Sache geredet werden.