Ein Schweizer Onlinemagazin hat sich vor Gericht gegen den US-Tech-Riesen Palantir durchgesetzt – und das fast komplett.

Was ist passiert? Das Zürcher Handelsgericht hat am 4. Juni 2026 entschieden, dass das Onlinemagazin Republik von Palantir nur eine einzige Gegendarstellung veröffentlichen muss. Palantir hatte insgesamt 23 Punkte gefordert, also wollte der Konzern fast überall im Artikel eine offizielle Richtigstellung erzwingen. 22 davon hat das Gericht abgelehnt. Es ging um zwei lange Reportagen aus dem Dezember 2025, die beschrieben haben, wie Palantir jahrelang versucht hat, seine Überwachungssoftware an Schweizer Behörden zu verkaufen – ohne Erfolg.

Wer steckt dahinter? Auf der einen Seite steht Republik, ein digitales Nachrichtenmagazin aus der Schweiz, das gemeinsam mit dem Recherchekollektiv WAV über Monate zu Palantir recherchiert hat. Auf der anderen Seite steht Palantir, ein US-Unternehmen, das Datenanalyse-Software für Polizei, Geheimdienste und Behörden baut und zu den größten Tech-Konzernen der Welt gehört. Die Redaktion von Republik hat angekündigt, das Urteil zu akzeptieren, aber betont: "Die Redaktion hält an ihrer Darstellung fest".