In der Ukraine sind innerhalb von sechs Monaten mehr als 25 Rekruten bei einer Militärausbildung ums Leben gekommen – jetzt zieht Präsident Selenskyj Konsequenzen.

Was ist passiert? In der Ukraine wurden im Juni schlimme Vorfälle in einer militärischen Ausbildungseinheit namens Sturmregiment "Skelja" bekannt. Dort starben innerhalb von sechs Monaten mehr als 25 Rekruten. Medien berichteten außerdem, dass Rekruten geschlagen, gedemütigt und schlecht behandelt wurden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach am Freitag in einer Videobotschaft zu seinem Land und nannte den Fall ein ernstes Problem. "Vorrang habe ein besserer Umgang mit den Soldaten", sagte er.

Wer hilft? Selenskyj hat eine Reform der sogenannten Sturmtruppen angekündigt. Das bedeutet: Die Vorfälle werden strafrechtlich untersucht, also von Polizei und Justiz. Außerdem wird die Führung der Einheit ausgetauscht. Damit reagiert die ukrainische Regierung direkt auf die Berichte. Ziel ist, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen und dass Soldaten während der Ausbildung besser behandelt werden.