In Australien hat die Polizei bei einer Razzia in einer Kakerlaken-Zucht unfassbar viele Tiere entdeckt und beschlagnahmt.

In Bathurst, einer Stadt im Bundesstaat New South Wales, hat die Polizei einen Züchter kontrolliert und dort mehr als 100.000 Kakerlaken gefunden. Die Insekten gehören zu zwei Arten: der Argentinischen Schabe und der Madagaskar-Fauchschabe. Beide sind ziemlich groß und werden normalerweise als Futter für Reptilien, Amphibien und manche Fische gezüchtet – also als Lebendfutter für Tiere, die in Terrarien gehalten werden.

In Australien ist die Haltung dieser Arten aber streng verboten. Das Land hat extrem strenge Biosicherheitsgesetze, weil es eine Insel ist und viele einheimische Pflanzen und Tiere hat, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Wenn fremde Arten entkommen, können sie die heimische Natur kaputtmachen, Krankheiten einschleppen oder seltene Tiere verdrängen. Deshalb mussten die Züchter schon vorher eine Genehmigung beantragen – die hatte der Züchter in Bathurst offenbar nicht.

Die Behörden wollen die beschlagnahmten Kakerlaken jetzt vernichten, damit gar nicht erst welche in die Wildnis gelangen können. Ob der Züchter vor Gericht muss, war zuerst noch unklar. Das Umweltministerium hat Reptilienhaltern empfohlen, lieber auf erlaubte Futterinsekten wie Heimchen oder einheimische Kakerlakenarten zurückzugreifen.

Warum ist das für dich wichtig?

Der Fall zeigt, warum strenge Naturschutzregeln sinnvoll sein können und was passiert, wenn sich jemand nicht daran hält – ein Thema, das auch beim Haustierkauf oder Reisen mit Tieren eine Rolle spielt.