Der britische Rechnungshof NAO hat den bislang detailliertesten Bericht zu den Immobilien der Königsfamilie veröffentlicht.
Was ist passiert? Das National Audit Office (NAO) – der unabhängige Rechnungshof des Vereinigten Königreichs – hat am Freitag einen Bericht veröffentlicht, der zeigt, wie Mitglieder der Königsfamilie ihre Häuser und Wohnungen nutzen. Im Mittelpunkt steht Prinz Andrew: Er hat jahrelang mietfrei in der Royal Lodge in Windsor gewohnt und Teile des Anwesens an andere Personen untervermietet. Mittlerweile musste er in ein kleineres Haus auf dem Landsitz Sandringram umziehen. Der Bericht erwähnt zudem, dass König Charles III. die Mieten für die Wohnungen von Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie bezahlt – obwohl die beiden keine offiziellen Aufgaben für die Königsfamilie übernehmen.
Wer hilft weiter? Das britische Parlament reagiert: Der Public Accounts Committee, ein Ausschuss, der die Ausgaben der Regierung kontrolliert, hatte die Prüfung bereits im Dezember angekündigt. Er will klären, welche Verträge fair sind und welche nicht. Auch Journalisten und der Rechnungshof sorgen dafür, dass die Öffentlichkeit erfährt, wie mit öffentlichem und royalem Eigentum umgegangen wird. Ein Sprecher des Buckingham Palace hat erklärt, der Palast wolle die Ergebnisse nutzen, um „eine Reihe von Punkten zu den royalen Immobilien richtigzustellen, zu klären oder einzuordnen“.
