In der Hauptstadt des Irak hat die Armee in einer großen Aktion mehrere Politiker und Beamte festgenommen, weil sie Geld gestohlen haben sollen.
Was ist passiert? In Bagdad, der Hauptstadt vom Irak, hat die Regierung in einer Nachtaktion viele Menschen festgenommen. Die Anti-Terror-Einheiten und die Armee waren im Einsatz. Sie durchsuchten Häuser im Regierungsviertel, der Grünen Zone. Dort wohnen wichtige Politiker. Es sollen mehr als acht Menschen festgenommen worden sein, manche Quellen sprechen sogar von bis zu 15. Auch Abgeordnete waren darunter. Die Polizei fand viel Geld, Immobilien, Autos und Goldschmuck. Es geht um den Verdacht, dass die Festgenommenen Dollars und Öl aus dem Iran geschmuggelt und Bestechungsgeld genommen haben sollen.
Wer hilft? Der neue Ministerpräsident Ali al-Saidi hat den Kampf gegen Korruption zu einem seiner wichtigsten Ziele gemacht. Er ist erst seit sechs Wochen im Amt. Nach seinen Angaben soll jeder, der öffentliches Geld stiehlt, bestraft werden. Die Ermittler arbeiten mit Geständnissen eines früheren stellvertretenden Ölministers. Sie hoffen, mit dieser Aktion Vertrauen bei den Menschen im Irak zurückzugewinnen. Viele Irakerinnen und Iraker sind wütend darüber, dass Politiker sich bereichern, während das Alltagsleben für die Bevölkerung schwierig bleibt.
