Der berühmte brasilianische Indigenen-Anführer Raoni durfte nach etwa einem Monat das Krankenhaus verlassen.

Raoni Metuktire ist das Oberhaupt des Kayapo-Volkes im Amazonas. Im Juni wurde er schwer krank und musste ins Krankenhaus. Dort wurde er etwa einen Monat lang behandelt. Nun durfte er die Klinik am Morgen verlassen und in seine Heimat nahe der Stadt Peixoto de Azevedo zurückkehren. Sein Enkel Roiti hat gesagt, dass Raoni wieder bei seiner Familie ist.

Raoni ist schon sehr alt, nach Angaben seiner Ärzte mindestens 94 Jahre. Er selbst sagt nie, wie alt er genau ist. Er trägt an seiner Unterlippe eine große hölzerne Platte, das ist eine Tradition seines Volkes. Schon in den 1970er-Jahren hat er sich gegen eine Straße gewehrt, die durch den Amazonas gebaut werden sollte. Damals herrschte in Brasilien eine Militärdiktatur.

Raoni ist weltberühmt, weil er den Regenwald schützt. Im Jahr 1989 hat er den Popsänger Sting getroffen, danach sprach er auch mit Staatschefs, Königen und sogar Päpsten über den Regenwald. Sein letzter großer Auftritt war bei der UN-Klimakonferenz COP30 im November in Brasilien. Viele Menschen auf der ganzen Welt haben sich Sorgen um ihn gemacht und sich nun über seine Genesung gefreut.