Seit Dienstag steht ein 30-jähriger Mann in Wels vor Gericht, weil er laut Anklage mit 150 km/h ungebremst auf einen Bauarbeiter zugefahren ist.
Was ist passiert? Am 9. Februar soll der deutsche Staatsbürger im Bereich Terminal Wels auf der A25 eine Baustellensperre der Polizei ignoriert haben. Auf der Strecke wurde gerade die Bodenmarkierung erneuert. Er fuhr laut Anklage mit 150 km/h direkt auf einen Arbeiter zu, ohne zu bremsen oder auszuweichen. Der Arbeiter hörte das Martinshorn der Polizei und konnte sich im letzten Moment zur Seite retten. Danach floh der Mann weiter, die Polizei nahm die Verfolgung auf.
Wer hilft? Die Polizei sicherte sofort die Baustelle und nahm die Verfolgung über die Westautobahn A1 bis nach Altlengbach in Niederösterreich auf, also rund 160 Kilometer weit. Während der Jagd versuchte der Beschuldigte mehrfach, Polizeiautos von der Straße abzudrängen. An den Einsatzfahrzeugen entstand ein Schaden von über 25.000 Euro. Insgesamt sollen neun Polizistinnen und Polizisten sowie weitere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gefährdet worden sein. Die Staatsanwaltschaft wertet den Vorfall mit dem Bauarbeiter als versuchten Mord.