Prinz Harry und mehrere Prominente haben ihren Prozess gegen den britischen Boulevardverlag verloren – das Gericht sah ihre Vorwürfe als nicht bewiesen an.

Was ist passiert? Vor dem Londoner High Court ist am Dienstag eine Sammelklage gegen den Verlag der "Daily Mail" gescheitert. Mit Prinz Harry hatten unter anderem der Sänger Elton John und sein Ehemann David Furnish geklagt. Sie warfen dem Verlag vor, jahrelang Telefonate und Sprachnachrichten abgehört und intime Dokumente wie Krankenakten über Detektive besorgt zu haben, um Schlagzeilen zu produzieren. Das Gericht kam nach elf Wochen Verhandlung zu dem Schluss, dass diese Vorwürfe nicht ausreichend bewiesen werden konnten – und wies die Klage ab.

Wer hilft? Prinz Harry hat angekündigt, weiter für mehr Verantwortung in der Presse kämpfen zu wollen. Er fordert eine Entschuldigung und mehr Rechenschaftspflicht. Außerdem ist er gerade in Großbritannien, um bei Wohltätigkeitsaktionen mitzumachen und die Invictus Games 2027 in Birmingham vorzubereiten – ein Sportturnier für verwundete Soldatinnen und Soldaten. An seiner Seite steht seine Frau Meghan, auch wenn sie und die Kinder diesmal in Kalifornien blieben.

Was kannst du tun? Medienkompetenz zählt: Wenn du online eine Schlagzeile liest, prüfe die Quelle, lies verschiedene Berichte und hinterfrage reißerische Aufmacher. Wenn dich Nachrichten über Prominente oder das Königshaus belasten, sprich mit Vertrauenspersonen darüber. Auch die britischen Hilfsorganisationen rund um die Invictus Games bieten Anlaufstellen, wenn du dich für den fairen Umgang mit psychisch belasteten Menschen interessierst.