Stell dir vor, du spielst gegen die Titelverteidigerin – und gewinnst nach fast drei Stunden auf einem der größten Tennisplätze der Welt.

Am Samstag hat die 25-jährige Österreicherin Anastasia Potapowa bei den French Open in Paris genau das geschafft. Sie besiegte die Amerikanerin Coco Gauff, die das Turnier im letzten Jahr gewonnen hatte, in drei engen Sätzen: 4:6, 7:6, 6:4. Das Match dauerte 2 Stunden und 37 Minuten und war bis zum letzten Ballwechsel spannend.

Potapowa begann stark und führte schnell mit 2:0. Doch Gauff holte sich den ersten Satz. Im zweiten Satz vergab Potapowa zwei Satzbälle, blieb aber cool und gewann den Tiebreak klar mit 7:1. Im dritten Satz wechselte die Führung hin und her, bis Potapowa beim Stand von 5:4 ihren ersten Matchball nutzte und das Spiel beendete.

Während des Matches hatte sie Krämpfe im rechten Arm, aber sie biss sich durch. Nach dem Sieg sagte sie: „Es fällt mir schwer, Worte zu finden. Ich bin einfach nur glücklich.“ Für sie ist es einer der drei größten Erfolge ihrer Karriere. Jetzt steht sie zum zweiten Mal im Achtelfinale von Roland Garros und kann zum ersten Mal überhaupt ein Grand-Slam-Viertelfinale erreichen.

Am Montag um 11:00 Uhr trifft sie auf Anna Kalinskaja, eine russische Spielerin, die sie von früher kennt. Potapowa sagt: „Seit unserem letzten Duell ist alles anders, beide haben sich weiterentwickelt, es wird wieder ein großer Kampf.“

Warum ist das für dich wichtig?

Weil es zeigt, dass du mit mentaler Stärke und harter Arbeit auch gegen scheinbar übermächtige Gegner gewinnen kannst – und dass Rückschläge wie Krämpfe oder verlorene Sätze nicht das Ende bedeuten müssen.