Anastasia Potapova spielt diese Woche in Wimbledon, aber sie hat gerade keinen Trainer – und sie war zuletzt krank.

Stell dir vor, du hast ein riesiges Tennisturnier vor dir, aber dein Trainer ist nicht mehr da. Genau so geht es gerade Anastasia Potapova. Die 25-Jährige spielt seit diesem Jahr für Österreich und steht jetzt in Wimbledon, einem der berühmtesten Turniere der Welt. Auf die Frage, wer sie in London unterstützt, hat sie gesagt: „Ich bin nur mit meinem Sparringpartner Sebastian Pisano hier und einem Physio.“ Pisano hilft ihr beim Üben, und ein Physio kümmert sich um ihren Körper, wenn etwas wehtut. Mehr Team hat sie im Moment nicht dabei. Einen richtigen Trainer hat sie gerade nicht – sie hat sich von ihrer alten Trainerin getrennt, wollte aber nicht sagen, warum.

Dazu kommt: Anastasia war in den letzten Wochen öfter krank. Sie hatte sich ein Virus eingefangen und wollte erst einfach weiterspielen. „Ich dachte, das Virus geht weg und habe weitergespielt, das war ein großer Fehler“, hat sie später gesagt. Beim Turnier in 's-Hertogenbosch und in Berlin musste sie deshalb aufgeben, also das Match abbrechen. „In Deutschland ist es mir schlechter gegangen, da hat mein Körper aufgegeben“, erzählte sie. Der Rasen in Wimbledon ist außerdem ein besonderer Belag: schnell, glatt, niedrig – da muss man sich erst dran gewöhnen. „Es war wirklich schwer, mich an die Bedingungen zu gewöhnen“, meinte sie. Damit sie mehr Zeit hat, ist sie eine Woche früher angereist.