In einem beliebten Freibad in Bern hat die Polizei eine trans Frau aus dem Frauenbereich gebracht – die Stadt hat sich danach entschuldigt.
Was ist passiert? Am Sonntagnachmittag wollte das Personal des Marzilibads in Bern eine trans Frau bitten, den freiwilligen Frauen-FKK-Bereich zu verlassen. Grund waren Beschwerden von anderen Badegästen. Die Frau blieb laut Polizei trotz mehrfacher Aufforderung. Deshalb wurde die Polizei gerufen. Bei der Wegweisung kam es zu einem Gerangel, bei dem eine Polizistin leicht verletzt wurde. Die Frau wurde zwei Stunden auf einer Polizeiwache festgehalten und verbrachte die Nacht im Spital.
Wer hilft? Die Direktion für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern hat sich bei der Frau entschuldigt. Die Stadt sagte, die Frau habe die Zugangsregeln eigentlich erfüllt. Man habe sich "fälschlicherweise für eine polizeiliche Wegweisung" entschieden. Das Sportamt will die Regeln künftig besser erklären und das Personal mit einem internen Leitfaden unterstützen, damit solche Situationen nicht eskalieren. Nach der Entlassung der Frau gab es am Bad spontan eine friedliche Solidaritätskundgebung.
