Das Unternehmen Plansee aus Reutte in Tirol hat im letzten Geschäftsjahr 2,35 Milliarden Euro Umsatz gemacht – vier Prozent mehr als im Jahr davor.

Plansee stellt Produkte aus den Metallen Wolfram und Molybdän her. Daraus werden zum Beispiel Werkzeuge für die Industrie, Teile für Flugzeuge und Medizingeräte gebaut. Das Unternehmen gibt es seit 105 Jahren und ist nach eigenen Worten der größte Hersteller solcher Produkte in der westlichen Welt.

Das letzte Geschäftsjahr lief nach Angaben des Chefs Karlheinz Wex "eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte". Insgesamt arbeiten 11.120 Menschen bei Plansee, 2.500 davon direkt am Standort Reutte in Tirol. Der Konzern steht im Ranking der größten österreichischen Firmen auf Platz 52.

Besonders stark gewachsen sind die Bereiche Maschinenbau und Luft- und Raumfahrt – darunter auch das Verteidigungsgeschäft mit Rüstungsaufträgen. Aber der Chef warnt: Rüstungsaufträge kommen und gehen. In vier bis fünf Jahren könnte der Boom demnach schon wieder vorbei sein.

Ein Grund für die gute Lage ist der Wolfram-Preis: Seit Anfang 2025 ist er weltweit etwa siebenmal so hoch wie vorher. China, wo laut Statistiken 80 Prozent des weltweit geförderten Wolframs herkommen, hat den Export eingeschränkt. Das macht Wolfram für westtere Firmen knapper und teurer – und für Plansee gerade lukrativ.

Um unabhängiger von China zu werden, sammelt und recycelt Plansee schon seit 2008 Wolframschrott. Außerdem will das Unternehmen für die US-Regierung einen Vorrat an Wolframoxid aufbauen, damit die US-Wirtschaft langfristig versorgt ist. Einen fertigen Vertrag gibt es dafür aber noch nicht.