Die Bundesregierung plant eine große Reform der Pflegeversicherung. Hier siehst du, was im Entwurf steht und warum so viele dagegen protestieren.

Was ist passiert? Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat einen Entwurf für eine Pflegereform vorgestellt. Pflegeversicherung ist die Versicherung, die hilft, wenn alte oder kranke Menschen Unterstützung brauchen. Im Moment gibt die Versicherung aber mehr Geld aus als sie einnimmt. Ohne Reform fehlen laut Ministerium im nächsten Jahr etwa 7,5 Milliarden Euro, 2028 schon rund 15 Milliarden Euro. Deshalb soll gespart und an mehr Stellen Geld eingenommen werden. Das soll ungefähr elf Milliarden Euro im nächsten Jahr und über 20 Milliarden Euro bis 2030 bringen. Die Ministerin will, dass das neue Gesetz noch vor der Sommerpause im Juli 2026 beschlossen wird. Konkret bedeutet das zum Beispiel: Pflegebedürftige müssen in den Pflegegraden 1 bis 3 strengere Voraussetzungen erfüllen, um eingestuft zu werden. Der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat für Pflegegrad 1 soll komplett wegfallen, in Pflegegrad 2 und 3 in den ersten drei Monaten halbiert werden. Wer ein pflegendes Familienmitglied zu Hause betreut, bekommt künftig weniger in die eigene Rente eingezahlt.